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Unbesetzte Stellen und stille Kündigungen: Mitarbeiterbindung in Planungsbüros und IT-Unternehmen

Ingenieurbüros, Architekturbüros und IT-Dienstleister stehen 2026 vor demselben Problem: Sie finden keine Fachkräfte und verlieren still diejenigen, die sie haben. 109.000 IT-Stellen sind unbesetzt, eine Position bleibt im Schnitt 7,7 Monate offen. Gleichzeitig zeigt der Gallup Engagement Index 2025/26: Nur 10 % der Beschäftigten sind emotional an ihren Arbeitgeber gebunden, 77 % machen Dienst nach Vorschrift.

Dieser Beitrag zeigt, warum Recruiting allein das Problem nicht löst und an welchen Hebeln Planungsbüros und IT-Unternehmen bei der Mitarbeiterbindung wirklich ansetzen müssen. Die wirksamsten Hebel vertiefen wir am 10. Juni 2026 gemeinsam mit Factorial im kostenlosen Webinar.

Inhaltsverzeichnis

1. Warum offene Stellen heute teurer sind als verlorene Aufträge
2. Dienst nach Vorschrift kostet mehr als jede Fluktuation
3. Warum klassische Maßnahmen nicht mehr greifen
4. Mitarbeitergespräche - vom Pflichttermin zum strategischen Bindungsinstrument
5. Vom Einzelgespräch zur HR-Strategie
6. Was projektorientierte Unternehmen 2026 ändern sollten
7. Webinar – Mitarbeitergespräche, die wirklich binden


1. Warum offene Stellen heute teurer sind als verlorene Aufträge

 

Lange galt in projektorientierten Unternehmen eine einfache Faustregel: Ein verlorener Auftrag tut weh, eine unbesetzte Stelle ärgert. Diese Reihenfolge stimmt 2026 nicht mehr.

Laut Bitkom waren Ende 2025 in Deutschland 109.000 IT-Stellen unbesetzt. Eine offene Position bleibt im Schnitt 7,7 Monate vakant – das ist fast ein dreiviertel Jahr, in dem Projekte verschoben, Teams überlastet und Kundenanfragen abgelehnt werden. In Ingenieur- und Architekturbüros ist die Lage strukturell vergleichbar: Der Talentpool ist kleiner, die Spezialisierung höher, die Wiederbesetzungsdauer oft noch länger.

Die wahren Kosten einer Vakanz

Die direkten Recruiting-Kosten: Anzeigen, Agenturen, Onboarding sind das, was in der Buchhaltung sichtbar wird. Teurer sind die indirekten Effekte, die in keiner Kostenstelle auftauchen:

•    Abgelehnte Projekte, weil die Kapazität fehlt
•    Überstunden und Burnout im Bestandsteam, das die Lücke kompensiert
•    Verzögerte Liefertermine, die Pönalen oder Folgeaufträge kosten
•    Wissensverlust, wenn Schlüsselpositionen über Monate unbesetzt bleiben
•    Margenverfall,  weil eingestellt wird, wer zu haben ist und nicht, wer gebraucht wird 

Ein verlorener Auftrag ist ein einmaliger Schmerz. Eine unbesetzte Stelle ist ein monatlich wiederkehrender Verlust – im Schnitt 7,7-mal hintereinander.

Quereinsteiger sind kein Plan B mehr, sondern der Plan A

Bitkom zeigt einen zweiten Trend, der oft übersehen wird: 27 % der neu eingestellten IT-Kräfte sind inzwischen Quereinsteiger. Klassische Recruiting-Pfade, wie Informatik-Studium, einschlägige Berufserfahrung, fertige Skills decken den Bedarf längst nicht mehr. Wer heute besetzt, besetzt anders: mit Menschen, die einen Teil der Skills mitbringen und den Rest im Unternehmen aufbauen.

Das verschiebt die Frage. Sie lautet nicht mehr: „Wie finden wir mehr Bewerber?" Sie lautet: „Wie entwickeln und halten wir die Menschen, die wir bekommen

2. Dienst nach Vorschrift kostet mehr als jede Fluktuation

 

Infografik - So gebunden sind Deutschlands Beschäftigte nach Gallup Engagement Index+

Die zweite Zahl, die 2026 jede HR-Strategie prägen sollte, kommt vom Gallup Engagement Index Deutschland 2025: Nur 10 % der Beschäftigten sind emotional an ihr Unternehmen gebunden. 77 % machen Dienst nach Vorschrift. Und 13 % haben innerlich bereits gekündigt – sie sind körperlich anwesend, mental aber längst woanders.

Der Abwärtstrend ist damit zwar gestoppt, die Werte stabilisieren sich aber auf einem der niedrigsten Niveaus seit Beginn der Erhebung 2001. Gallup beziffert die volkswirtschaftlichen Produktivitätseinbußen durch innere Kündigung allein für 2025 auf 119,2 bis 142,3 Milliarden Euro.

Für projektorientierte Unternehmen, in denen Ergebnisse von Eigeninitiative und Mitdenken abhängen, ist das ein strategisches Problem, kein weiches HR-Thema.

Was stille Kündigung in Projekten konkret bedeutet

In einer Produktion fällt es auf, wenn jemand das Förderband bremst. In einem Planungs- oder IT-Projekt fällt es nicht auf – zumindest nicht sofort. Die Effekte zeigen sich verzögert und kumulativ:

•    Längere Durchlaufzeiten, weil niemand mehr nachfragt, wenn etwas unklar ist
•    Mehr Fehler und Nacharbeit, weil Mitdenken durch Abarbeiten ersetzt wird
•    Kein Wissenstransfer, weil engagierte Kolleginnen und Kollegen nicht mehr aktiv onboarden
•    Sinkende Projektmargen, weil Stunden geschrieben, aber kein Wert geschaffen wird
•    Höhere Krankenstände: Innerlich Gekündigte fehlten 2025 im Schnitt 9,7 Tage, hoch gebundene Mitarbeitende nur 5,6 Tage 
•    Stiller Know-how-Verlust, wenn die innerlich Gekündigten irgendwann doch gehen – und ihr Wissen mitnehmen.

Der Unterschied zur klassischen Fluktuation: Eine Kündigung ist sichtbar und löst Handeln aus. Stille Kündigung läuft unter dem Radar und ist deshalb teurer.

Das Onboarding-Loch: jeder Fünfte sucht schon im ersten Jahr

Besonders kritisch ist die Lage bei neuen Mitarbeitenden und das ist für Branchen mit hohem Recruiting-Druck doppelt schmerzhaft: Von den Beschäftigten mit weniger als zwölf Monaten im Unternehmen sucht jeder Fünfte (21 %) bereits aktiv nach einem neuen Job. Nur 21 % der Neuzugänge bewerten ihren Onboarding-Prozess als „ausgezeichnet".

Übersetzt: Sie investieren 7,7 Monate ins Recruiting, dabei verlieren sie einen erheblichen Teil der Neueinstellungen, bevor die Einarbeitung sich überhaupt amortisiert hat. Eine Stellenneubesetzung kostet laut Gallup im Schnitt rund ein Jahresgehalt.

Die Frühindikatoren, die oft übersehen werden

Stille Kündigung kommt nicht plötzlich. Sie kündigt sich an, wenn man hinsieht:

•    Mitarbeitende, die in Meetings auffällig still werden
•    Weniger Eigeninitiative bei Projektübergaben oder Kundenanfragen
•    Sinkende Beteiligung an internen Themen, Weiterbildungen, Austauschformaten
•    Häufigere Krankheitstage, kürzere Pausen, „Augen zu und durch"
•    Ausbleibendes Feedback in 1:1-Gesprächen

Das Problem: Diese Signale verteilen sich auf einzelne Führungskräfte, einzelne Projekte, einzelne Wochen. Niemand sieht das Gesamtbild – außer es gibt einen strukturierten Prozess, der genau das sichtbar macht.

Was die meisten unterschätzen: Das Mitarbeitergespräch ist einer der stärksten Bindungshebel, wenn es richtig geführt und konsequent nachbereitet wird. Wie das geht, zeigt unser Leitfaden Mitarbeitergespräch: Von der Vorbereitung bis zum Follow-up, pragmatisch und ohne Bauchgefühl.

CTA_ Leitfaden_Mitarbeitergespräch

Und damit sind wir an dem Punkt, an dem die meisten Maßnahmen ansetzen, die nicht funktionieren.

 

3. Warum klassische Maßnahmen nicht mehr greifen

 

Wenn wichtige Mitarbeitende kündigen, ist die erste Reaktion vieler Unternehmen reflexhaft: Obstkorb, neue Kaffeemaschine, zusätzliche Homeoffice-Tage, Gehaltsrunde. Diese Maßnahmen sind nicht falsch. Sie sind nur nicht der richtige Hebel.

Das zeigt eine der überraschendsten Zahlen aus dem aktuellen Gallup-Bericht: 27 % der Beschäftigten geben an, mit ihrem Arbeitgeber „äußerst zufrieden" zu sein – nur 5 % sind „nicht" oder „überhaupt nicht zufrieden". Trotzdem fühlen sich 90 % nicht emotional gebunden. Übersetzt: Zufriedenheit und Bindung sind zwei verschiedene Dinge. Wer nur an Zufriedenheits-Stellschrauben dreht, behebt das falsche Problem.

Was Mitarbeitende in projektorientierten Unternehmen wirklich brauchen

In Ingenieurbüros, Architekturbüros und IT-Unternehmen ist Arbeit fast immer Wissensarbeit – komplex, oft mehrdeutig, häufig unter Termindruck. Was Menschen in diesem Umfeld an ein Unternehmen bindet, sind nicht die Benefits, sondern drei strukturelle Faktoren:

•    Entwicklungsperspektive: „Wohin entwickle ich mich in den nächsten zwei Jahren?"
•    Regelmäßiges, ehrliches Feedback: nicht einmal im Jahr, sondern im Projektrhythmus
•    Sinn und Sichtbarkeit: „Wofür ist meine Arbeit relevant, und sieht das jemand?"


Gallup formuliert es so: Es fehle in Deutschland nicht an Leistungsbereitschaft, sondern an Führung, die Potenzial freisetzt. Genau hier entscheidet sich, ob ein Zufriedener zum Hochgebundenen wird oder zum „innerlich-Gekündigten“.

Der blinde Fleck beim Quereinsteiger-Recruiting

Erinnern wir uns: 27 % der neuen IT-Kräfte sind Quereinsteiger, und jeder fünfte Neuzugang sucht im ersten Jahr aktiv weiter. Beide Befunde haben dieselbe Ursache: Ohne strukturierten Entwicklungs- und Feedbackpfad scheitert die Integration.

Wer fachfremde Talente einstellt, kann nicht erwarten, dass sie sich allein zurechtfinden. Sie brauchen klare Etappen, regelmäßige Standortbestimmungen und eine Führungskraft, die den Weg sichtbar macht. Genau das leistet ein Obstkorb nicht.

Vom Bauchgefühl zur Systematik

Die meisten Führungskräfte in projektorientierten Unternehmen sind fachlich exzellent – aber selten als HR-Profis ausgebildet. Sie führen Mitarbeitende „nebenbei", zwischen Kundenterminen und Projektreviews. Das funktioniert in guten Zeiten. In einer Marktphase mit 7,7 Monaten Time-to-Hire, 10 % emotionaler Bindung und 21 % Neuzugängen auf Absprung funktioniert es nicht mehr.

Was es braucht, ist kein neues Tool und keine neue Benefit-Strategie, sondern ein einfaches, wiederkehrendes Instrument, das genau die drei Faktoren oben adressiert: Entwicklung, Feedback, Sinn.

Dieses Instrument gibt es längst. Es wird in den meisten Unternehmen nur falsch genutzt.

4. Mitarbeitergespräche - vom Pflichttermin zum strategischen Bindungsinstrument

 

Dieses Instrument ist das Mitarbeitergespräch. Kein neues, kein digitales, kein aufwändiges. Genau das ist der Grund, warum es so oft unterschätzt wird.

In den meisten projektorientierten Unternehmen findet ein Mitarbeitergespräch einmal im Jahr statt. pflichtbewusst, im November oder Dezember, mit einem Formular, das niemand mehr ansieht, bis es zwölf Monate später wieder herausgekramt wird. Genau so wird aus einem strategischen Instrument ein Pflichttermin, vor dem sich beide Seiten leicht drücken.

Dabei ist das Mitarbeitergespräch der einzige Prozess in Ihrem Unternehmen, der die drei Faktoren aus Kapitel 3 – Entwicklung, Feedback, Sinn – in einer einzigen Stunde gleichzeitig adressieren kann. Wenn er richtig genutzt wird.

Vier Wirkungsachsen, die den Unterschied machen


Ein gut geführtes Mitarbeitergespräch zahlt auf vier strategische Hebel gleichzeitig ein:

4 Achsen des Mitarbeitergesprächs

1.    Erwartungsabgleich – Was erwartet das Unternehmen, was erwartet der Mitarbeitende? In Projektorganisationen, in denen Rollen oft hybrid und Aufgaben volatil sind, verschiebt sich genau das laufend. Ein einmal jährliches Update reicht nicht.

2.    Entwicklungsperspektive – Wo steht der Mitarbeitende in zwei Jahren? Welche Skills fehlen, welche Projekte bringen ihn dorthin? Ohne diese Perspektive ist der nächste Headhunter-Anruf erfolgreicher als jede Gehaltsrunde.

3.    Wertschätzung mit Substanz – Nicht „gut gemacht", sondern: „Diese drei Dinge fallen mir an Ihrer Arbeit konkret auf." Sichtbarkeit ist der unterschätzteste Bindungsfaktor in Wissensbranchen.

4.    Frühwarnung vor Fluktuation – Die meisten Kündigungen sind sechs bis zwölf Monate vorher spürbar. Aber nur, wenn jemand strukturiert nachfragt. Genau das ist die Funktion, die im Tagesgeschäft fast immer untergeht.

Warum projektorientierte Branchen besonders profitieren


Ingenieurbüros, Architekturbüros und IT-Dienstleister haben einen Bindungsvorteil, den sie meist nicht heben: Ihre Arbeit ist sinnstiftend. Gebäude, die stehen bleiben. Anlagen, die funktionieren. Systeme, die Unternehmen am Laufen halten. Sinn ist in diesen Branchen vorhanden – er wird nur selten ausgesprochen.

Genau das leistet ein gut geführtes Mitarbeitergespräch: Es verbindet die individuelle Leistung mit dem größeren Bild, das Mitarbeitende sonst nur aus der Distanz sehen. Wer einmal erlebt hat, wie ein Projektleiter einem Junior konkret zurückspiegelt, welchen Beitrag dieser zu einem Kundenerfolg geleistet hat, weiß: Das wirkt stärker als jeder Benefit.

Vom Hebel zur Praxis


Wenn Sie an dieser Stelle denken: „Schön, aber wie führt man so ein Gespräch konkret?" – dann sind wir genau an der richtigen Schnittstelle.

Den vollständigen Ablauf, die wichtigsten Leitfragen und faire Bewertungskriterien haben wir in unserem Leitfaden zum Mitarbeitergespräch ausführlich beschrieben.

In diesem Beitrag bleibt die strategische Frage: Was muss in Ihrem Unternehmen drumherum stehen, damit Mitarbeitergespräche tatsächlich zum Bindungsinstrument werden – und nicht jedes Jahr im selben Formular verpuffen?

Genau darum geht es im nächsten Kapitel.

5. Vom Einzelgespräch zur HR-Strategie

 

Ein gutes Mitarbeitergespräch ist eine starke Einzelmaßnahme. Eine starke HR-Strategie wird daraus erst, wenn die Ergebnisse nicht in einer Schublade landen.

Genau hier scheitert es in den meisten projektorientierten Unternehmen. Das Gespräch wird geführt, Notizen werden gemacht – und dann passiert: nichts. Zwölf Monate später erinnert sich niemand mehr an die vereinbarten Ziele, die Weiterbildung wurde nicht gebucht, der Entwicklungspfad ist verpufft. Beim nächsten Termin beginnt alles wieder bei null.

Das ist nicht mangelnde Disziplin. Das ist ein strukturelles Datenproblem.

Was passieren muss, damit Gespräche Wirkung entfalten


Drei Bedingungen entscheiden, ob aus einem Gespräch ein Bindungsinstrument wird:

•    Dokumentation an einem Ort – Ziele, Feedback, Entwicklungsschritte gehören in eine zentrale Mitarbeiterakte, nicht in Word-Dateien auf Laufwerken, die nur die jeweilige Führungskraft kennt.
•    Nachverfolgbarkeit über die Zeit – Wer einen Entwicklungsschritt vereinbart, muss in drei und in neun Monaten sehen, wo der Mitarbeitende steht. Ohne Erinnerung und Status passiert das nicht.
•    Vergleichbarkeit über das Team – Welche Skills haben wir, welche fehlen, wo entstehen Engpässe? Diese Fragen lassen sich nur beantworten, wenn die Daten strukturiert vorliegen – nicht aus 15 individuellen Gesprächsprotokollen.

Ohne diese drei Bedingungen bleiben Mitarbeitergespräche das, was sie heute meist sind: ein Bauchgefühl pro Führungskraft. Mit ihnen werden sie zu einem Steuerungsinstrument, das die Geschäftsführung tatsächlich nutzen kann – für Personalplanung, Skills-Aufbau und gezielte Bindungsmaßnahmen.

Was passiert, wenn die Führungskraft wechselt


Ein zweites Argument, das in projektorientierten Unternehmen oft unterschätzt wird: Fluktuation auf Führungsebene. Wenn ein Teamleiter geht, gehen mit ihm seine Notizen, sein Bauchgefühl, sein Wissen über jeden einzelnen Mitarbeitenden.

In einer Branche, in der Sie 7,7 Monate auf eine Neubesetzung warten, ist das ein Risiko, das Sie sich nicht leisten können. Die Nachfolgerin oder der Nachfolger muss am Tag eins sehen können, was vereinbart wurde, welche Ziele offen sind und welche Entwicklungsperspektive der Mitarbeitende hat. Sonst startet auch hier alles wieder bei null.

Wo Software den Unterschied macht


Genau diese Datenbasis liefert eine moderne HR-Plattform. Konkret heißt das:

•    Eine zentrale digitale Mitarbeiterakte mit Zielen, Feedback, Skills und Entwicklungsschritten
•    Strukturierte Vorlagen für Mitarbeitergespräche, die Vergleichbarkeit schaffen, ohne starr zu wirken
•    Automatische Erinnerungen an Folgetermine und vereinbarte Maßnahmen
•    Eine Skills-Übersicht über das gesamte Team – als Basis für Projektbesetzung, Weiterbildung und Personalplanung

Bei newvision haben wir genau dafür ingo365 HR (für Ingenieur- und Architekturbüros) und timo365 HR (für IT-Unternehmen) entwickelt. So führen Sie Mitarbeitergespräche nicht mehr im Vakuum, sondern eingebettet in die Daten, die ohnehin in Ihrem Unternehmen entstehen: Projekte, Stunden, Skills, Entwicklung.

Das Mitarbeitergespräch bleibt dabei, was es sein soll: ein menschlicher Moment. Aber drumherum entsteht die Struktur, die ihn wirksam macht.

6. Was projektorientierte Unternehmen 2026 ändern sollten

 

Wenn Sie aus diesem Beitrag eine Handvoll konkreter Schritte mitnehmen wollen, dann diese fünf. Sie sind in jeder Größenordnung umsetzbar – vom 20-Personen-Architekturbüro bis zum 200-Personen-IT-Dienstleister.

1. Bindung vor Recruiting priorisieren


Bevor Sie die nächste Stellenanzeige schalten, fragen Sie: Welche zehn Mitarbeitenden dürfen Sie auf keinen Fall verlieren – und wissen das auch? Eine verhinderte Kündigung ist günstiger und schneller als 7,7 Monate Nachbesetzung.

2. Mitarbeitergespräche aus dem Pflichtmodus holen


Einmal pro Jahr reicht nicht. Etablieren Sie jährliche Hauptgespräche plus halbjährliche Zwischengespräche – kürzer, fokussiert, nachverfolgbar. Der Aufwand pro Gespräch sinkt, die Wirkung steigt.

3. Entwicklungspfade auch für Quereinsteiger definieren


Wenn 27 % Ihrer Neueinstellungen Quereinsteiger sind, brauchen Sie für sie einen strukturierten Pfad mit klaren Etappen – nicht „learning by doing". Sonst sind sie nach einem Jahr wieder weg.

4. HR-Prozesse für die Führungskräfte digitalisieren


Digitalisierung scheitert in HR fast immer am Adressaten. Fragen Sie sich: „Hat die Teamleiterin morgen weniger Aufwand, oder mehr?" Wenn die Antwort „mehr" lautet, wird das Tool nicht genutzt – egal wie gut es ist.

5. Frühindikatoren sichtbar machen


Stille Kündigung ist sechs bis zwölf Monate vorher erkennbar – aber nur, wenn jemand systematisch hinsieht. Definieren Sie drei bis fünf Signale, die in jedem Zwischengespräch abgefragt werden, und legen Sie fest, wer die Auswertung über das Team hinweg verantwortet.

Der gemeinsame Nenner


Alle fünf Punkte haben dieselbe Voraussetzung: eine HR-Datenbasis, die nicht in Köpfen oder Excel-Listen liegt, sondern strukturiert, vergleichbar und nachverfolgbar ist. Ohne diese Basis bleibt jede Einzelmaßnahme isoliert, mit ihr werden aus fünf Schritten ein System.

Die gute Nachricht: Sie müssen dafür nicht bei null anfangen.

7. Webinar – Mitarbeitergespräche, die wirklich binden

 

Genau dort setzen wir im Webinar an: Wie Sie strukturierte Mitarbeitergespräche in Planungsbüros und IT-Unternehmen so führen, dass sie Fluktuation senken, Skills im Unternehmen halten und die Projektrentabilität steigern.

Worum es geht:
•    Warum klassische Jahresgespräche im Projektgeschäft scheitern – und was stattdessen wirkt
•    Wie Sie Gespräche strukturiert, wiederholbar und revisionssicher führen
•    Wie digitale Personalakte, Zeiterfassung und Gesprächsdokumentation zusammenspielen
•    Live-Demo: HR-Prozesse in ingo365 und timo365
•    Was Sie zur Gesetzeskonformität bei Arbeitszeiterfassung und Personalakte wissen müssen


🕒 Mittwoch, 10. Juni 2026, 9:00 Uhr · 60 Minuten · 100 % kostenlos & unverbindlich

Webinar LinkedIn Event Titelbild

👉 Jetzt kostenlos zum Webinar am 10. Juni anmelden

Sie wollen lieber direkt ins System schauen?

In einer persönlichen Live-Demo zeigen wir Ihnen, wie Mitarbeitergespräche, Ziele, Skills und Entwicklungspfade im HR-Modul von ingo365 und timo365 zusammenlaufen – inklusive Erinnerungen, Vorlagen und Team-Übersicht. Kein Vertriebspitch, sondern ein konkreter Blick in das System.

 

👉Lesetipp: Recruiting 2026 neu denken

Quellen:

  • Bitkom Research (2025): Fachkräftmangel 2025. Hrsg.: Bitkom e.V.. https://bitkom-research.de/studien/fachkraeftemangel-2025

  • Gallup (2026): Engagement Index Deutschland 2025. Hrsg.: Gallup GmbH. https://www.gallup.com/de/472028/bericht-zum-engagement-index-deutschland.aspx

8. FAQ

Warum verlieren Unternehmen aktuell so viele Fachkräfte?

Fachkräftemangel, hohe Projektbelastung und fehlende Entwicklungsperspektiven führen dazu, dass Unternehmen gleichzeitig zu wenig Bewerber haben und bestehende Mitarbeitende verlieren.

Was bedeutet „stille Kündigung“ konkret?
Mitarbeitende bleiben im Unternehmen, reduzieren aber ihr Engagement auf ein Minimum. Die Folge sind geringere Produktivität, mehr Fehler und schleichender Know-how-Verlust.
Wie oft sollten Mitarbeitergespräche stattfinden?
Mindestens 1x jährlich plus 1–2 Zwischengespräche. So bleiben Entwicklung und Feedback kontinuierlich sichtbar.
Warum sind Mitarbeitergespräche so wichtig?
Sie verbinden Entwicklung, Feedback und Wertschätzung – die entscheidenden Faktoren für langfristige Mitarbeiterbindung. 
Welche Rolle spielt HR-Software?
 Sie sorgt dafür, dass Ziele, Feedback und Entwicklung strukturiert dokumentiert und nachvollziehbar bleiben. 
Rebecca Lutz

Über

Rebecca bringt Power ins Projekt – mit HR-Fokus, KI-Erfahrung in der E-Motoren-Entwicklung und einem effizienten Blick fürs Wesentliche. Als Consultant im #teamnewvision absolviert sie berufsintegriert den Masterstudiengang Digital Leadership an der SIBE und hat bereits ein Master-Zertifikat. In der Freizeit setzt sie auf Kontraste: Krafttraining, süße Backklassiker und Gassirunden für ein Tierheim.